Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Erstellung eines Handlungskonzepts Wohnen für Haan eingebracht. Als Begründung wird angeführt, dass in Haan ca. 2000 Bürger einen Wohnberechtigungsschein für eine Sozialwohnung besitzen. Als Vorlage soll einLeitfaden der Landesregierung dienen. Dieser Leitfaden wird mit Beispielen unterlegt, die anhand von Entscheidungsprozessen in Großstädten, wie beispielsweise Dortmund, erläutert werden. Nach einer ersten Reaktion der Verwaltung müsste dieses Handlungskonzept mit Unterstützung externer Berater erarbeitet werden. Die Kosten hierfür werden grob mit 40.000 € abgeschätzt.

Die FDP-Fraktion ist der Auffassung, dass die Verhältnisse in Haan sehr viel übersichtlicher sind als insbesondere in Ruhrgebietsstädten, wie Dortmund. Lücken in den bekannten Fakten sind leichter zu identifizieren und die Handlungsmöglichkeiten sind überschaubar und bekannt. Ein derart bürokratisch überfrachtetes Handlungskonzept, wie von der SPD vorgeschlagen, in das auch noch 40.000 € städtischer Mittel versenkt werden soll, halten wir freien Demokraten für unangebracht. 

Es gilt vielmehr, laufend den tatsächlichen Bedarf an öffentlich gefördertem oder preisgedämpftem Wohnraum zu ermitteln und fortzuschreiben. Nicht alle Besitzer eines Wohnberechtigungsscheins ist tatsächlich noch berechtigt und etliche Sozialwohnungen sind bekanntermaßen fehlbelegt. Hieraus können dann städtebauliche Maßnahmen, insbesondere bei der Schaffung von Baurecht abgeleitet werden. Dies geschieht bereits ohne ein teuer erkauftes Handlungskonzept. Im Übrigen ist die FDP der Meinung, dass auf diesem Gebiet ein deutlicherer Schulterschluss mit dem Haaner Bauverein gesucht werden sollte. Er ist immerhin seit vielen Jahren konstant tätig, um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen oder vorhandenen zu modernisieren.

Die geschätzten Mittel in Höhe von 40.000 € sollten nach Meinung der FDP, insbesondere in der finanziellen Situation der Stadt Haan, für sinnvollere Dinge eingesetzt werden.