Als Reinhard Zipper, der alte und neue Ortsvorsitzende der Haaner FDP, seinen Geschäftsbericht auf die Leinwand des „Savoy“ projizierte,  gab es keinen Grund den „Teufel an die Wand zu malen“: Die Partei sieht sich hinsichtlich Mitgliederzahl und Finanzen für die anstehenden Wahlkämpfe gut aufgestellt. Nur mehr Bereitschaft Jüngerer sich auch in der Kommunalpolitik zu engagieren, wünschte er sich ebenso wie Bundestagskandidatin Martina Reuter. Die Hildenerin, bisher selbst vor allem kommunalpolitisch aktiv, stellte sich ihren Haaner Parteifreunden mit einem Grußwort vor.

Ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurden nach Reinhard Zipper beim Ortsparteitag auch sein Stellvertreter Michael Ruppert, Schatzmeister Patrick Sobbe und Schriftführer Thomas Kirchhoff. Neu im Vorstand als Beisitzer (neben Eva-Lotta Dahmann, Ingrid Schüffner und Alexander Höhn) ist Dirk Raabe, der seit Anfang März die Liberale Fraktion auch im Rat verstärkt.

Mit dessen Arbeit, insbesondere in der Haushalts- und Finanzpolitik, setzte sich Fraktionsvorsitzender  Michael Ruppert kritisch auseinander: Das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Gartenstadt hänge nicht nur am „sprichwörtlich seidenen Faden“, der drohende Absturz in den „Nothaushalt“ sei lediglich auf dem Papier vorläufig vermieden worden, dank „schön gerechneter“ Annahmen und bereits eingeplanter weiterer Steuererhöhungen. Die aber belasteten nicht nur die Bürger sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Haan. Der eigentlich finanzstarken Stadt fehlten nicht nur die Millionen, die sie für den „Kommunal-Soli“ und die „Deutsche Einheit“ abgeben muss, sondern vor allem der hinreichende Mehrheitswille in Rat und Verwaltung zu entschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen.