Am Sonntag, den 01 September 2019 hieß es wieder: Feste Schuhe oder Stiefel an und rein in die kleine Düssel zum 8. Haaner Entenrennen.
Pünktlich zum angekündigten Beginn der Teilnehmerregistrierung um 14:00 Uhr hatten die fleißigen Helfer den Dorfanger neben dem
Haus am Quall in eine einladende „Event Location“ verwandelt. Neben dem Registrierbüro warteten ein üppiges Kuchenbuffet sowie
ein Getränkestand mit Kaffee und Soft Drinks auf Gäste, die auch nicht lange auf sich warten ließen. Zwischenzeitlich hatte Rennleiter
Arnd Vossieg mit seinen Helfern die Start- und Zielanlagen aufgebaut und die Rennstrecke von Blockaden befreit. Bei der recht geringen
Wasserführung der kleinen Düssel sollten die Rennenten doch möglichst gute Schwimmbedingungen vorfinden.

 

Kurz nach 15:00 Uhr wurden dann die Enten an der katholischen Kirche zu Wasser gelassen und die Bürgermeisterin,
Frau Dr. Warnecke gab den Start zum 8. Haaner Entenrennen frei. Die 124 registrierten Ententrainer und ihr Tross
verfolgten entlang der Strecke ein spannendes Rennen, dass von Arnd Vossieg sachkundig und packend kommentiert wurde.
Den Sieg trug schließlich

 

die Ente mit der Startnummer 96 und damit den ersten Preis davon. Doch auch die übrigen Teilnehmer gingen nicht leer aus.
Es warteten insgesamt 30 Sonderpreise auf ihre Gewinner. Für das restliche Feld gab es Teilnehmerurkunden sowie
Schaumküsse zur Belohnung und die Rennenten durften zur Erinnerung auch mitgenommen werden.


 

Außer an die Helferinnen und Helfer vor Ort geht unser besonderer Dank an den Bergisch Rheinischen Wasserverband,
der durch „Bändigung“ des Schilfbewuchses die Rennstrecke einsehbar und für die Entchen beschwimmbar gemacht hat.

Am Ende des Tages waren sich alle einig: Diese Traditionsveranstaltung der FDP ist bei Veranstaltern wie Teilnehmern und
Gästen gleicher Maßen beliebt und ruft nach einer Neuauflage im nächsten Jahr.

Nach der Verschnaufpause im letzten Jahr - nach zwei Wahlkämpfen und dem Entenrennen in 2017 war diese Pause nötig -  findet das beliebte Haaner Entenrennen wieder auf der kleinen Düssel in Gruiten-Dorf statt. 

 

 

Dazu laden wir wieder Kinder mit Ihren Eltern, Tanten, Onkel, Großeltern sowie Freunden und Bekannten zur Teilnahme ein. Auch für das leibliche Wohl wird wieder mit Soft Drinks sowie Kaffee und Kuchen gesorgt. Lediglich Enthusiasmus, Rennfieber und gute Laune sind mitzubringen.

Wir freuen uns auf eine spannende Neuauflage unseres beliebten Klassikers.

Der FDP Ortsverband Haan hielt am 04. April 2019 seinen ordentlichen Wahlparteitag, wie gewohnt, im Hotel Savoy ab. Die Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke und der FDP Spitzenkandidat in NRW für die Europawahl Moritz Körner stimmten die Parteimitglieder und Gäste auf den Abend ein. Während die Bürgermeisterin auf die immensen Investitionen der Stadt Haan in die Bildung von Kindern und Jugendlichen hinwies, verdeutlichte Moritz Körner, wie wichtig eine Reform der EU aus seiner Sicht ist, damit die großen politischen Themen angegangen werden können und sich die europäische Verwaltung nicht mehr zu sehr in die Alltagsgeschäfte der Bürger einmischt.

Nach den Rechenschaftsberichten des ersten Vorsitzenden und des Fraktionsvorsitzenden sowie dem Kassenbericht, dem die Entlastung des Vorstandes folgte, musste der Vorstand, bestehend aus erstem und zweiten Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Schriftführer sowie einer nicht fest bestimmten Anzahl an Beisitzern neu gewählt werden. Die bisherigen Amtsinhaber Reinhard Zipper, erster Vorsitzender und Michael Ruppert, zweiter Vorsitzender, hatten bereits im Vorfeld erklärt, nicht für eine Wiederwahl antreten zu wollen und machten so den Weg frei für die Übernahme der Verantwortung durch jüngere Kräfte. Unter der routinierten Leitung von Friedhelm Kohl gingen die Wahlen zügig vonstatten. der neue Vorstand stellt sich nun folgendermaßen dar:

Erste Vorsitzende: Nicola Günther

Zweiter Vorsitzender: Dirk Raabe

Schatzmeister: Patrick Sobbe

Schriftführer: Thomas Kirchhoff

Zu Beisitzern wurden gewählt:

Eva-Lotta Dahmann, Alexander Höhn, Cornelia Mielke, Michael Ruppert, Hendrik Sawukaytis, Ingrid Schüffner, Reinhard Zipper.

Zu guter Letzt wurden Ingrid Schüffner und Thomas Kirchhoff zu Delegierten für den Kreishauptausschuss gewählt.

Auf den neuen Vorstand kommen denn auch gleich große Aufgaben zu. So müssen der Europa-Wahlkampf angegangen und die Kommunalwahl 2020 mit Schwung vorbereitet werden.

 

Die SPD-Fraktion stellt für die kommende Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (SUVA) den Antrag, die Verwaltung möge ermitteln und aufzeigen, wo in Haan Flächen für öffentlich geförderten Wohnungsbau vorhanden sind. Dieser Antrag zeigt, dass die Einfallslosigkeit SPD nur noch von ihrer Inkonsequenz hinsichtlich  der Umsetzung der von ihr angeblich verfolgten Ziele übertroffen wird.

Bereits am 07.11.2015 hat der SUVA auf Antrag der FDP-Fraktion der Verwaltung genau diesen Auftrag erteilt und dem ist die Verwaltung in der Sitzung am 16.02.2016 umfänglich nachgekommen. Nach Sichtung und Bewertung möglicher Bauflächen wurden 5 Grundstücke für eine zeitnahe Entwicklung als besonders geeignet dargestellt. An erster Stelle stand das Bürgerhausareal in Gruiten, dessen Überplanung auch zügig angegangen wurde. Bereits am 29.09.20216 stimmte der SUVA dem erarbeiteten städtebaulichen Konzept zu und beauftragte die Verwaltung mit der Aufstellung des Bebauungsplans und der Vermarktung des Areals. Seither herrscht dort Stillstand, da die SPD im Verein mit der CDU das Verfahren blockiert, um die Vermarktung durch die von ihnen geplante Stadtentwicklungsgesellschaft vornehmen zu lassen. Wenn es um zu besetzende Posten geht, die Stadtentwicklungsgesellschaft braucht natürlich einen (bezahlten) Aufsichtsrat, hat der Wohnungsbau, egal ob öffentlich gefördert oder privat finanziert, nach Ansicht von SPD und CDU eben zu warten.

RZ

 

Bereits seit Ende letzten Jahres beschäftigt der Konflikt um die 1. Beigeordnete der Stadt Haan, Frau Dagmar Formella, die politische Szene der Stadt Haan. Vorwürfe der Begünstigung eines Unternehmens der Sicherheitsbranche bei der Vergabe städtischer Aufträge sowie der Vorteilsnahme stehen im Raum und sind Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Die 1. Beigeordnete wurde von ihren Pflichten entbunden und ein diszisplinarisches Verfahren wurde eingeleitet. Nun wurde vom Rat der Stadt mit Mehrheit ein Abwahlverfahren für die 1. Beigeordnete beantragt. Im Falle des Erfolges könnte Frau Formella, unabhängig vom Ergebnis der strafrechtlichen und disziplinarischen Verfahren, nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die Frage stellt sich, wie ein solcher Vorgang, den die Gemeindeordnung NRW grundsätzlich vorsieht, politisch zu rechtfertigen wäre.

Nachdem das Abwahlverfahren nun offiziell eingeleitet wurde, ist von den Ratsmitgliedern zu prüfen, welche nicht rechtlichen und nicht disziplinarischen Gründe für die Abwahl der 1. Beigeordneten angeführt werden können. Grund kann dabei die Tatsache sein, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Frau Formella und der Verwaltung, insbesondere mit der Verwaltungsspitze und/oder mit dem Rat, zukünftig nicht mehr möglich erscheint. Es ist sorgfältig zu prüfen, ob konkrete Handlungen oder Verhaltensweisen der 1. Beigeordneten im dienstlichen Bereich geeignet sind, die erforderliche Vertrauensbasis so zu erschüttern, dass eine weitere Zusammenarbeit als nicht zumutbar erscheint. Dabei müssen etwaige persönliche Befindlichkeiten außer Betracht bleiben, die das individuelle zwischenmenschliche Verhältnis zu Frau Formella belasten, so schwer das im Einzelfall auch sein kann. Der Respekt vor den Leistungen und der Person von Frau Formella erfordern, die Sachlage so weit wie möglich zu objektivieren, um zu einer verantwortungsvollen Einschätzung und schließlich Entscheidung zu gelangen.

Nach der Gemeindeordnung hat die Abstimmung über die Abwahl ohne Aussprache zu erfolgen. Eine weise Regelung, da es das Waschen schmutziger Wäsche in der (Rats-) Öffentlichkeit unterbindet. Es heißt aber auch, dass jedes einzelne Ratsmitglied seine Entscheidung nur vor sich selbst zu verantworten hat. Alle Entscheidungsträger müssen zu einem wohl bedachten Votum gelangen, auf das sie zukünftig mit ruhigem Gewissen zurückblichen können.
Reinhard Zipper