Rathausneubau: FDP favorisiert die „Rathauskurve“
Rathausneubau: FDP favorisiert die „Rathauskurve“
Die dialogorientierte Arbeit der „AG Rathausneubau“ geht in die Schlusskurve. Bevor der Stadtrat am 7. Juli eine erste Entscheidung treffen soll, erörtert die AG am 29. Juni u.a. etwaige Einsparpotentiale in den Bereichen Technik und bisher angedachter Räumlichkeiten. Weitaus spannender dürfte für die Stadtgesellschaft indes die Standortfrage des neuen Rathauses sein. In der Diskussion stehen vier Standorte: der bislang angedachte Bereich Windhövel/Neuer Markt (dann mit einem neuen Planungsansatz), die Alleestraße, ein völlig neuer Standort auf der grünen Wiese und die sogenannte Rathauskurve. „Es kommt endlich konstruktive Bewegung in die Rathausplanung“, freut sich der stellvertretende Haaner FDP-Vorsitzende Matthias M. Machan, der insbesondere den neuen Kurs einer „Zwei-Standort-Lösung“, bestehend aus dem bisherigen historischen Rathaus und einem neu zu errichtenden Verwaltungsgebäude, ausdrücklich begrüßt.
Für die Haaner Liberalen ist der Kurs bei der Rathaus-Frage seit über einem Jahr klar abgesteckt: „Das Rathaus neu denken“ plädierte die FDP bereits zur Kommunalwahl im Herbst 2025 für eine sinnvolle Lösung an einem Standort, der alle „mitnimmt“. So ein Ort könnte die Rathauskurve sein, ein zentrales Filetgrundstück im Schatten des historischen Rathauses, das in der aktuellen Nutzung als Parkplatz eher einen Hinterhof-Charme hat.
Historisches Rathaus und Verwaltungsneubau zusammendenken
Für Machan, der für seine Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss sowie im Gestaltungsbeirat sitzt und durch seine berufliche Tätigkeit als Spezialist für den Einzelhandel gilt, hat die Rathauskurve den größten „Charme“, zumal ein neues Verwaltungsgebäude, dann geplant mit Tiefgarage und im Erdgeschoss mit Platz für einen großflächigen Einzelhandel, zusätzliche Mieteinnahmen für die Stadt bieten könnte. Mehr noch: Auch im Hinblick auf die Drogeriemarkt-Situation in Haan könnte der Ansatz einen gordischen Knoten lösen, denn, so Machan: „Aus Wettbewerbssicht ist die aktuelle ‚dm‘-Fläche mit rund 450 Quadratmetern am Neuen Markt wenig attraktiv. Viel zu klein und ohne Parkplatz-Anbindung.“ Die Verkaufsfläche moderner Drogeriemärkte läge hierzulande inzwischen zwischen gut 500 und 800 Quadratmetern. Während früher auch kleinere Flächen funktionierten, benötigen moderne Filialisten, wie eben dm und Rossmann, eine entsprechende Größe, um ihr umfangreiches Sortiment angemessen und wirtschaftlich rentabel zu präsentieren.
Foto: FDP Haan
